Dichterliebe reloaded

„A good tune“! Ein Satz den man bei Robert Schumanns „Dichterliebe“ nicht oft genug sagen kann. In schier unglaublicher Dichte gelang es dem Komponisten eine Reihe hitverdächtiger Melodien „aus dem Ärmel zu schütteln“ und damit einen der bedeutendsten Liederzyklen zu schreiben, der seither als so etwas wie ein Säulenheiliger der Liedkunst gilt und gegen jegliches Ansinnen nach Erneuerung resistent zu sein schien.

 

Die beiden Musiker Andreas Thaller und Rainer Nova haben diesem Juwel romantischer Musik jedoch ganz andere, neue Klänge entlockt. In ihrer Re-Komposition für das CrossNova Ensemble schlagen sie dabei immer wieder musikalische Brücken ins 21.Jahrhundert. Beibehalten wurden lediglich Melodie und Text (Gedichte von Heinrich Heine), während das musikalische „framework“ der Lieder bislang unerhörte Gestalt annimmt:

 

(...)Dabei ging es nicht nur um ein „Verjazzen“ alter Musik – das wären alte Hüte –, sondern um einen fast hermeneutischen Prozess des Verstehbarmachen einer längst vergangenen Sprache. So bekamen die langsamen Lieder den Drive und Impetus von gekonnten Soul-Balladen und swingte sich so manch ironisierendes Lied noch sarkastischer zum Ohr der begeisterten Zuhörer. (...) schlicht genial. (Dr. Michael Wruss, OÖN)

 

Die weiteren Programmpunkte bilden Musik von Johannes Brahms (Intermezzi op.118) und neue Werke der österreichischen Komponisten Gernot Wolfgang und Thomas Daniel Schlee.

 

Wolfgang vertont in “Lyrical Intermezzo“ poetische Gedichte aus Heines Lyrik-Sammlung, während Schlee bei „Körper in Cafés“ (Texte von Robert Gernhardt) seiner Liebe zur zeitgenössischen Dichtkunst musikalischen Ausdruck verleiht.

Dichterliebe reloaded

"A good tune!"

CrossNova Ensemble

Heidemaria Gruber - Vocals, Sabine Nova - Violine, Leonard Eröd - Fagott, Rainer Nova - Klavier

 

Das CrossNova Ensemble wurde 2006 von der Geigerin Sabine Nova und dem Pianisten Rainer Nova gegründet und versteht sich als projektbezogen-flexibler Klangkörper, sowohl die Besetzung als auch das Repertoire betreffend.

 

Das Ensemble sorgt seither regelmäßig für neue, erfrischende Konzerterlebnisse im In- und Ausland (Konzerthaus Wien, RadioKulturhaus Wien, Brucknerhaus Linz, Philharmonie Luxemburg, Carinthischer Sommer, Salzkammergut Festwochen, Festival Allegro Vivo, Festival St.Gallen, Kindermusikfestival St.Gilgen...).

 

Den Kontrapunkt zu klassisch-traditionellen Konzerten bilden vorrangig zeitgenössische und spartenübergreifende Projekte, wie beispielsweise musikalisch-literarische Programme mit Schauspielern wie Otto Schenk, Ulrike Beimpold oder dem Kabarettisten Ludwig Wolfgang Müller.

Besonderes Vergnügen bereitet ihnen zudem das teils parodistische Verbinden und Arrangieren scheinbar unmöglicher Stile und Besetzungen.

 

Fernseh-, Rundfunk- und CD-Aufnahmen dokumentieren Projekte der letzten Jahre, die wiederholt zur Zusammenarbeit mit renommierten Komponisten unterschiedlichster Genres (Johannes Berauer, Vladimir Pantchev, Mathias Rüegg, Thomas Daniel Schlee, Helmut Schmidinger, Gernot Wolfgang) führten.

 

....in Stückauswahl und persönlich geprägter Realisierung schlichtweg geniale Jungkünstler voll von kreativem Übermut und glühendem Temperament, die ihren technisch wie klanglich elitären Instrumentalschabernack phasenweise zu orgiastischer Bravour steigern.

(Kronenzeitung, Jänner 2009)