Kulturreise 2018

KULTURREISE 2018

Breslau – Niederschlesien

Reisetermin 1:  09. bis 13. Mai 2018

Reisetermin 2:  05. bis 09. September 2018

 

„Die Blume Europas“ nannte man die Stadt Breslau/Wroclaw im Laufe ihrer mehr als 1000-jährigen Geschichte. Aber dann lagen nach dem 2. Weltkrieg 30 000 Häuser in Trümmern und die deutsche Bevölkerung war vertrieben.

In den vergangenen Jahren hat sich Breslau zu einer der schönsten Städte Europas entwickelt. Die an der Oder gelegene niederschlesische Metropole präsentiert sich heute in neuer Pracht, einer wunderschönen Altstadt, Museen, Kirchen und Sehenswürdigkeiten, viel Kultur und großer Vergangenheit. „WrocLove“, wie die alte Oderstadt oft liebevoll genannt wird, durfte sich 2016 mit dem Titel „Kulturhauptstadt Europas“ schmücken.

Zwei Tage lang wollen wir Breslau erkunden und näher kennen lernen. Der dritte Tag gehört ganz dem schlesischen Umland. Wir besuchen das romantische Schloss Fürstenstein, auch „Perle Schlesiens“ genannt und die Friedenskirche in Schweidnitz, ein UNESCO-Weltkulturerbe.

 

 


KULTUR - REISE  2018

 

In Zusammenarbeit mit dem Reisebüro Ganzberger/Schröfelbauer führt der Kulturverein Grein folgende mehrtägige Reise durch:

 

BRESLAU - NIEDERSCHLESIEN

 

Reisetermin 1:  Mittwoch 9. bis Sonntag 13. Mai 2018

 

Reisetermin 2:  Mittwoch 5. bis Sonntag 9. September 2018

 

Im Mittelalter war Schlesien unter mährischer, polnischer und böhmischer Oberhoheit und schließlich von 1526 bis 1741 unter habsburgischer Herrschaft. Nach kriegerischer Auseinandersetzung musste Schlesien an das Königreich Preußen abgegeben werden und war bis 1945 ein Teil Deutschlands. Der Zweite Weltkrieg brachte verheerende Zerstörungen mit sich. Die „Schlacht um Breslau“ bezeichnet den Versuch der deutschen Wehrmacht, noch im Jänner 1945 eine Verteidigungslinie an der Oder aufzubauen. Die „Festung Breslau“ kapitulierte am 6. Mai (vier Tage nach Berlin) vor der sowjetischen Armee. 30 00 Gebäude lagen in Trümmern. Auf Grund des Potsdamer Abkommens der Siegermächte wurde Schlesien Polen zugesprochen. Dies führte zum Bevölkerungsaustausch, zur Vertreibung der Deutschen und einer Zuwanderung von Polen besonders aus den Ostgebieten des Landes.

 

Breslau, mit 650 000 Bewohnern viertgrößte Stadt Polens, hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der schönsten Städte des Landes entwickelt. Die an der Oder gelegene niederschlesische Hauptstadt („Venedig des Nordens“) präsentiert sich den Besuchern heute in neuer Pracht, einer wunderbaren Altstadt, Museen, Kirchen  und Sehenswürdigkeiten, viel Kultur und Geschichte. Breslau durfte sich 2016 mit dem Titel „Kulturhauptstadt Europas“ schmücken.

Am Hin- und Rückreisetag werden wir einen Halt in Tschechien einlegen und Kuttenberg und Schloss Konopischt besuchen.

 

REISEVERLAUf:

 

1. TAG:  GREIN – KUTTENBERG – BRESLAU

 

6 Uhr: Abfahrt Neckarsteinachplatz in Grein

 

Über Budweis und Tabor erreichen wir am späten Vormittag Kutna Hora (Kuttenberg) in Tschechien. Die Stadt war vom 13. bis zum 15. Jh. Bergbaumetropole mit riesigen Silbervorkommen, Münzstätte, die „Schatzkammer des böhmischen Königreiches“. Der Barbara-Dom in Kuttenberg und die Kathedrale von Sedlec zeugen von Macht und Ansehen der Stadt im Mittelalter und sind seit 1995 auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste zu finden. In Sedlec besuchen wir die wohl ungewöhnlichste katholische Begräbnisstätte – die Knochenkirche. Ein makabrer Ort, sind doch die Knochen von 10 000 Menschen für Gegenstände mit religiöser Symbolik und Dekoration im Kirchenraum künstlerisch  verarbeitet.

Am Abend erreichen wir unser zentral gelegenes 4*Hotel in Breslau. Nach dem Abendessen besteht die Möglichkeit eines gemütlichen Spazierganges, um erste Eindrücke von der Altstadt zu bekommen.

 

2. TAG:  STADTSPAZIERGANG IN BRESLAU

 

Herr Michal Moczulski, ein örtlicher Fremdenführer, wird uns nun drei Tage lang begleiten. Er zeigt uns am Vormittag den „Großen Ring“ – Rynek, den zweitgrößten Stadtplatz Polens aus dem 13. Jh. mit dem Rathaus und repräsentativen Waren- und Patrizierhäusern im Gotik- und Renaissancestil. Die Universität Breslau gilt als eine der schönsten Baudenkmäler des österreichischen Barock. Gegründet wurde sie 1702 vom  Habsburgerkaiser Leopold I. (1640 - 1705). Die „Aula Leopoldina“ ist einer der größten Barocksäle Europas, heute ein Ort für öffentliche Zeremonien und Konzerte.

Während unserer Stadtwanderung treffen wir immer wieder auf bronzene Zwerge, ein Relikt der „Orangenen Alternative“, einer antikommunistischen Oppositionsbewegung, die vor gut 30 Jahren mit Spaß und Humor gegen die kommunistischen Behörden ankämpfte. Die Zwerge entwickelten sich mit der Zeit zu einem Wahrzeichen der Stadt, inzwischen 300 an der Zahl.

Am Nachmittag ist die Dominsel unser Ziel, der älteste Teil der Stadt. Auf kleiner Inselfläche wurden  im Mittelalter zahlreiche Kirchen erbaut. Wegen der vielen Sakralbauten mit dem beherrschenden Dom St. Johannes des Täufers wird die Dominsel auch „Schlesischer Vatikan“ genannt. Zweimal wurde Breslau vom Polenpapst Johannes Paul II. besucht.

Nun haben wir uns eine entspannte Stunde verdient. Diese verbringen wir auf der Oder. Mit einem Schiff gleiten wir gemächlich dahin und erleben Breslau vom Wasser aus.

Für alle, die dann wieder zu Kräften gekommen sind, wäre das Panorama von Raclawice einen Besuch wert. Es ist ein monumentales Rundgemälde in einem eigenen Gebäude, das Szenen aus der einzigen siegreichen Schlacht polnischer Aufständischer gegen russische Truppen 1794 zeigt. In Ostblock-Zeiten durfte das Rundgemälde nicht ausgestellt werden, weil es einen polnischen Sieg über die Russen zeigt.

Den Tag (oder Abend) wollen wir im „Schweidnitzer-Keller“ ausklingen lassen. Mit 700 Jahren ist er der älteste Bierkeller Polens. Dort verkehrten schon Persönlichkeiten wie Chopin, Goethe, Kaiser Wilhelm und Otto von Bismarck. Und nun also auch die Reisegruppe aus Grein.

 

3.TAG:  STADTRUNDFAHRT, JAHRHUNDERTHALLE

 

Vom Bus aus lernen wir weitere Sehenswürdigkeiten und Sehenswertes von Breslau kennen. Wir steuern schließlich das UNESCO-Weltkulturerbe der Stadt an – die Jahrhunderthalle. Von 1911 - 1913 wurde sie als mächtige Veranstaltungshalle aus Stahlbeton errichtet. Sie gilt als eine der großen Architekturwerke des 20. Jahrhunderts und beeindruckt durch ihre Monumentalität. Einen Hektar groß ist die Teichanlage vor der Halle, versehen mit 800 Lichtpunkten und 300 Wasserdüsen. Stündlich kann man eine mit Musik synchronisierte Wassershow erleben. Der Japanische Garten zeigt fernöstliche Gartenkunst, Wasserkaskaden, Felskombinationen, asiatische Pflanzen und einen Liebespavillon.

Der Nachmittag  steht grundsätzlich zur freien Verfügung (Stadtspaziergang, Panorama, Shopping, Kaffeehaus, Markthalle, ….) Wenn aber Bedarf nach noch mehr Wissenswertem besteht, zeigt uns Reiseleiter Michal die Synagoge, das Opernhaus, Konzerthaus, Schlossmuseum. Er ist uns auch bei der Auswahl der vielen Kulturangebote am Abend behilflich, vielleicht ergibt sich ja ein Opern- oder Konzertbesuch. Ansonsten genießt man das bunte Treiben  am „Großen Ring“ und lässt den Tag bei einem typisch polnischen Essen, wie z.B. den Pierogi (gefüllte Teigtaschen) oder bei einem Teller Zurek (Sauermehlsuppe) ausklingen.

 

4.  TAG:  FÜRSTENSTEIN, SCHWEIDNITZ

 

„Perle Schlesiens“ wird das romantische Schloss Fürstenstein genannt. Auf einer Felszunge gebaut, ist es das drittgrößte Schloss Polens. Seit dem 13. Jh. oft aus- und umgebaut, erhielt es im 19 Jh. sein heutiges Aussehen. Die vermögende Familie Hochberg, Besitzer zahlreicher Bergwerke und Industriebetriebe baute Schloss Fürstenstein zum exklusiven Treffpunkt des deutschen Hochadels und ausländischer Gäste aus. Der 2. Weltkrieg brachte Zerstörungen und Plünderungen, sodass von der ursprünglichen Ausstattung wenig vorhanden ist. Der heutige Glanz beruht auf rekonstruierten Räumlichkeiten. In der Nähe befindet sich ein im 2. Weltkrieg angelegtes Stollensystem des Projektes „Riese“. Lagert dort irgendwo der legendäre Nazi-Goldschatz?

Zweiter Besichtigungsort ist die Friedenskirche in Schweidnitz. Der Habsburgerkaiser Ferdinand III. (1608-1657) gab die Einwilligung zum Bau von drei protestantischen Gotteshäusern in Niederschlesien. Innerhalb eines Jahres gebaut, konnte die Friedenskirche 7500 Gläubige (davon 3000 Sitzplätze) fassen. Die Kirche ist im Original (Baumaterial Holz, Lehm, Stroh) seit 350 Jahren erhalten geblieben. Sie gilt als die größte Fachwerkkirche Europas und findet sich auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste.

Unser Reiseleiter Michal wird uns zum Tagesabschluss in ein traditionelles und landestypisches Restaurant führen.

 

5. TAG: BRESLAU – KONOPISchT – GREIN

 

Vorbei an Prag erreichen wir am frühen Nachmittag Schloss Konopischt. 1887 kaufte der 24-jährige Erzherzog Franz Ferdinand (Neffe von Kaiser Franz Josef) Konopischt mit 4000 Hektar Grundbesitz. Durch eine Erbschaft des Herzogs von Modena/Este war er zum reichsten Habsburger aufgestiegen. Es wurden Erweiterungsarbeiten durchgeführt, denn als Antiquitätenliebhaber musste er ungewöhnlich reiche Sammlungen unterbringen. Ein Erbteil waren die historischen Waffen und Rüstungen der Familie Este, die er nach Konopischt bringen ließ, er sammelte außerdem 3500 St. Georg-Statuen.

Durch den Selbstmord von Kronprinz Rudolf 1896 in Mayerling fällt  Franz Ferdinand ganz unerwartet die Thronfolge in der Donaumonarchie zu. 1899 heiratet er Sophie Chotek, Tochter aus einer böhmischen Grafenfamilie. Es war nach habsburgischen Erbgesetzen eine nicht standesgemäße Verbindung, deshalb musste er auf das Thronfolgerecht für seine Nachkommen verzichten („Morganatische Ehe“). Konopischt ließ Franz Ferdinand als repräsentatives Stammschloss eines künftigen Herrschers planen. Auch sollte seine Gattin Sophie ohne die ständigen Anfeindungen seitens des Wiener Kaiserhofes und des Hochadels in Ruhe mit den drei Kindern leben dürfen. Bis zu acht Monate verbrachte Franz Ferdinand jährlich auf Konopischt.

Das Attentat auf das Thronfolgerpaar am 28. Juni 1914 in Sarajewo entfachte den 1. Weltkrieg. Die verwaisten Kinder verblieben unter der Obhut ihrer Tante in Konopischt. Der Zusammenbruch der Donaumonarchie 1918 und die Gründung der CSSR brachte die entschädigungslose Enteignung habsburgischer Besitztümer mit sich. Heute befindet sich Konopischt unter der Verwaltung des „Nationalen Denkmalinstituts Tschechiens“.

Übrigens: Schloss Artstetten ist noch heute im Besitz der Familie. Besuchen kann man dort ein Franz Ferdinand Museum und die Gruft mit den Marmorsärgen des Erzherzogs und seiner Frau Sophie.

 

Nach dem Abendessen in einem Restaurant in Konopischt treten wir die restlichen 210 Kilometer unserer Heimreise an und werden um etwa 22 Uhr in Grein zurück sein.

LEISTUNGEN:
Busfahrt mit Fa. Ganzberger/Schröfelbauer

4x Ü/F im Hotel in Breslau

Abendessen im Hotel am Anreisetag

Sämtliche Eintritte und Gästeführungen

3 Tage Reisebegleitung in Polen durch einen Stadtführer

Reisebegleitung in Tschechien

HOTELS: 09. – 13. Mai 2018: SOFITEL 4* Wrozlaw Old Town Ul. Sw. Mikolaja 67 50-127 Wrozlaw, Poland

www.sofitel.com Breslau                         
05. – 09. Sept. 2018: BEST WESTERN 4* Hotel Prima

Ul. Kielbasnicza 16-1950 110 Wrozlaw, Poland              www.bestwestern-prima.pl

Da in den Hotels ausschließlich Doppelzimmer angeboten werden, muss von Einzelreisenden leider ein recht hoher Zimmerzuschlag geleistet werden.

 

ANMELDUNGEN  werden gerne entgegen genommen:

 

Reisebüro Ganzberger/Schröfelbauer, Rathausgasse 1, 4360 Grein

Tel.: 07268/7444, e-mail: reisebuero.grein@ganzberger.at

 Mit Übermittlung der Buchungsbestätigung ersuchen wir um eine Anzahlung von € 200.- innerhalb von 4 Wochen. Der Restbetrag von € 290.- (EZ € 430.-) ist bis einen Monat vor Reisebeginn zu leisten.

Bitte beachten: Für Mitglieder des Kulturverein Grein ermäßigt sich der Reisepreis um € 20.-

Einzahlungen erbeten mit beiliegenden Zahlscheinen oder an die Raiffeisenbank Grein unter

IBAN: AT78 3406 8001 0004 3257

Wir hoffen, mit dieser Reise wiederum Ihr/dein Interesse zu wecken, freuen uns auf eine Teilnahme und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Kulturverein Grein