Kulturreise 2020

„Kaiserbäder im Egerland“ ist das Thema der Kulturreise 2020.

Das Bäderdreieck Marienbad/Franzensbad/Karlsbad im nordwestlichen Teil Böhmens ist unser Reiseziel 2020 . Von Marienbad aus lernen wir die wechselvolle Geschichte der Region kennen. Beeindruckend sind die weltbekannten und restaurierten Kurorte und wir werden wiederum viele historische Spuren des Habsburgerreiches und der Deutschböhmen vorfinden.

Angeboten werden drei Reisetermine.

KULTUR – REISE 2020

 

In Zusammenarbeit mit Sigl-Reisen/Franz Rumetshofer führt der Kulturverein Grein folgende Reise durch:

 

TERMIN 1:  Mittwoch, 20. Mai bis Sonntag, 24. Mai 2020 - ausgebucht

 

TERMIN 2:  Mittwoch, 9. Sept. bis Sonntag, 13. Sept. 2020

 

TERMIN 3:  Mittwoch 23. Sept. bis Sonntag 27. Sept. 2020 (bei 25 Teilnehmern)

 

KAISERBÄDER und EGERLANd

Egerland, Heimatland, wie bist du schön, möchte dich einmal, einmal wiedersehn.

All deine Felder und Wälder und das grüne Tal, Egerland, Heimatland, grüß dich tausendmal.

 

Der „73er Regimentsmarsch“ oder „Egerländer Marsch“ wurde Ende des 19.Jh. vom k.u.k. Militärkapellmeister Wendelin Kopetzky komponiert und zählt heute zum Repertoire fast jeder Musikkapelle.

 

 

 

Das Egerland ist der nordwestliche Teil Böhmens, eingerahmt von Erzgebirge, Kaiserwald und Fichtelgebirge. Ursprünglich von Bayern kolonisiert, wurde das Egerland unter Kaiser Friedrich Barbarossa als Provincia Egrensis an Böhmen verpfändet. Der Stadt Eger (heute Chleb) verlieh Kaiser Rudolf von Habsburg 1279 das Stadtrecht. Unter Kaiser Karl IV. von Luxemburg, dem „Vater Böhmens“, wurde es Teil des Königreiches Böhmen.

 

 

 

Nach den Zerstörungen im 30-jährigen Krieg (1618-1648) dauerte der Wiederaufbau bis ins 18. Jh.

 

1806 wurde das Egerland ein integrierter Bestandteil des österreichischen Kronlandes Böhmen und damit ein Teil des Kaisertums Österreich.

 

Nach der Auflösung der Donaumonarchie am Ende des 1. Weltkrieges wurden Egerland und Sudetenland ein Bestandteil der Tschechoslowakei.

 

Versuche, die mehrheitlich von Deutschböhmen bewohnten Gebiete dem „Deutschen.Reich“

 

anzuschließen, scheiterten an den Siegermächten.

 

Die nationalen Spannungen führten schließlich zur Gründung der Sudetendeutschen Partei und 1938 zum Einmarsch der Deutschen Wehrmacht. Das Egerland war bis 1945 zu 90% Siedlungsraum der Deutschböhmen, von denen die meisten nach dem 2.Weltkrieg infolge der Benes-Dekrete enteignet und vertrieben wurden.

 

 

 

Wohlstand und Reichtum erlangte das Egerland im 19. Jh. durch seine Heilquellen. Das Bäderdreieck Karlsbad-Marienbad-Franzensbad wurde weltbekannt. Die alkalisch-salinischen Glaubersalze, die Moorerde, Säuerlinge und Eisenwasser lockten die Kurgäste an. In den Gästebüchern verewigte sich die Prominenz aus ganz Europa: Kaiser, Könige, Minister, Gelehrte, Künstler, Dichter und bald auch einige Reisegruppen aus Grein.

 

J. W. von Goethe bezeichnete die „Sprudelstadt Karlsbad“ als einen der lebenswertesten Plätze der Welt.

 

REISEVERLAUF

 

1. Tag: GREIN – KELHEIM – MARIENBAD

 

6 Uhr: Abfahrt Grein-Neckarsteinachplatz

 

Erster Aufenthaltsort am Anreisetag ist Kelheim in Niederbayern. Die Befreiungshalle soll an die gewonnenen Schlachten gegen Napoleon erinnern. Auftraggeber war 1842 König Ludwig I. von Bayern.

 

Recht entspannt bewegen wir uns anschließend per Schiff durch den Donaudurchbruch zum  Benediktinerkloster Weltenburg. Wir gönnen uns die Schönheit des Klosters  mit seiner unvergleichlichen Barock-Architektur und eine ausgedehnte Mittagspause in der Klosterschenke. Am frühen Abend treffen wir dann in Marienbad ein und haben nach dem „Check in“ und dem Abendessen noch genügend Zeit, um diesen wunderschönen Kurort individuell zu erkunden. 

 

 

 

2. TAG: MARIENBAD – Stift TEPl

 

Marienbad (Marianske Lazne) im Kaiserwald und des Stift Tepl sind historisch eng miteinander verbunden.

 

Während einer zweistündigen Führung am Vormittag erfahren wir viel über die Gründung der Stadt, seine 40 Heilquellen, mögliche Kuranwendungen und die prominenten Gäste. Wir bestaunen die nach der Wende vor 30 Jahren wieder privatisierten und restaurierten Gebäude im Kurbezirk. Die „Singende Fontäne“ und die barocke Kolonnade werden auch in den nächsten Tagen ein Anziehungspunkt bleiben. Marienbad bewirbt sich um die Aufnahme in die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste.

 

Am Nachmittag besuchen wir das Prämonstratenserstift Tepl (Klaster Tepla). Im 12. Jh. gegründet, begleitete es im Mittelalter die deutsche Kolonisation in Westböhmen. Seine Blüte mit Barockisierung erlebte es nach dem 30-jährigen Krieg (1618-1648). Im Moorgebiet des Stiftes entstand unter Abt Karl Reitenberger der Kurort Marienbad. Tragisch verläuft für das Stift das 20. Jh.: Seit 1918 Bestandteil der Tschechoslowakei, dann Okkupation und Verfolgung durch die Nazis, schließlich vier Jahrzehnte Militärkaserne, immer verbunden mit Kunstraub und Verfall. Nach der Wende 1990 wurde das Stift an die Prämonstratenser zurückgegeben und erwachte zu neuem Leben, auch mit tschechisch-deutschen Dialog- und Kulturbegegnungen.

 

3. TAG: KURANWENDUNGEN – EGER – königswart

 

Nachdem die Heilkraft des Trinkwassers wahrscheinlich schon getestet wurde, wollen wir unsere mehrtägige Anwesenheit in Marienbad am Vormittag für zwei Kuranwendungen nutzen. Im SPA-Bereich unseres Hotels gibt es folgende Angebote für uns: Salzgrotte, Paraffin, Inhalation, Teilmassage, Perlbad.

 

Zwei Anwendungen beinhaltet der geleistete Reisepreis, die Auswahl muss wegen der notwendigen Einteilung schon tags zuvor fallen.

 

Am Nachmittag besichtigen wir das historische Zentrum der Stadt Eger (Cheb). Die Lage an der Grenze zwischen Slawen- und Germanenreichen war für den Handel zwar gut, für die Sicherheit allerdings oft weniger. Kaiser Friedrich Barbarossas Machtpolitik war auf Expansion nach Osten gerichtet. Eine Kaiserresidenz in Eger wurde im 12. Jh. zum Stützpunkt des Deutschtums gegen die böhmischen Länder. Im 30-jährigen Krieg war Eger Operationsbasis für die kämpfenden Parteien, 1634 fällt der kaiserliche Feldherr Albrecht von Wallenstein einem Mordanschlag zum Opfer.

 

Am Rückweg nach Marienbad machen wir noch einen Halt in Königswart (Kynzvart). Dort hat sich nämlich der österreichische Staatskanzler Fürst von Metternich ein Renaissanceschloss gekauft und im Empire-Stil mit englischem Garten zu einer herrlichen Sommerresidenz umbauen lassen. Metternich war 1809 Außenminister des Kaisertums Österreich geworden und von 1813-1848 einer der führenden Staatsmänner Europas.

 

 

 

4. TAG: ELBOGEN - KARLSBAD

 

Der ganztägige Ausflug führt uns zunächst nach Elbogen (Loket). Die Burg Elbogen wird schon 1237 als königlich-böhmische Grenzburg erwähnt. Die historische Altstadt wird wegen seines mittelalterlichen Stadtbildes oft als böhmisches Rothenburg bezeichnet.

 

Weiter geht die Fahrt nach Karlsbad (Karlovy Vari), welches zu den berühmtesten und traditionsreichsten Kurorten der Welt zählt. Schon 1370, als Kaiser Karl IV. sie zur Königsstadt erklärte, waren ihre heilenden Thermalquellen bekannt. 12 Quellen werden für Bäder und Trinkkuren genutzt und in allen Kolonnaden (Säulengängen) sind Heilbrunnen angebracht. Die abführende Wirkung des Heilwassers ist auf das Glaubersalz zurückzuführen und in einer entsprechenden Dosis im Kurverlauf erwünscht.

 

Einige Greiner werden möglicherweise die „13. Karlsbader Quelle“ bevorzugen. Wir werden das Stammhaus des Kräuterlikörs „Karlsbader Becherbitter“ besuchen. Der Apotheker Josef Vitus Becher (1789-1860) hat den Likör erstmals hergestellt, er ist als Becherovka weltbekannt geworden.

 

Aber Vorsicht bei der Verkostung: Wir haben noch ein gemeinsames Abendessen im Restaurant „Felsenkeller“ in Chodova Plana nahe Marienbad gebucht. Dort sollten wir unbedingt das Natur-Hefebier ausprobieren. Es wird im jahrhundertealten Felsenkeller direkt aus den Lagerfässern gezapft.

 

 

 

5. TAG. PILSEN – NEPOMUK – GREIN

 

Unsere Heimfahrt erfolgt über Tschechien. Pilsen, die Kulturhauptstadt Europas 2015, werden wir im Zuge einer Stadtführung näher kennenlernen. Bekannt ist die viertgrößte Stadt Tschechiens vor allem durch das Pilsner Bier und die Skoda-Werke. Außerdem ist Pilsen Universitäts-, Bistums-, Industrie-, Handels- und Kulturstadt sowie Verwaltungszentrum der Region. Die verdiente Mittagspause verbringen wir dann in der ältesten Bierstube Pilsens „U Salzmannu“ (seit 1637 in Betrieb) und werden wahrscheinlich die traditionelle böhmische Küche und ein Glas Pilsner Urquell genießen.

 

Einen kurzen Halt legen wir dann in Nepomuk ein, der Stadt des Brückenheiligen. Ein Bronzehohlguss des Märtyrers wurde auf Initiative von Kulturverein Grein/Goldhauben- u. Kopftuchgruppe/ Dilettantengesellschaft im Mai 2015 auf der B3-Greinerbach-Brücke aufgestellt.

 

Eine abendliche Pause wird noch im Brauhof Freistadt notwendig sein, denn unser Schafför muss die vorgeschriebenen Fahrdienstzeiten einhalten. Sicherlich sind wir aber spätestens um 22 Uhr zurück in Grein.

 

GESAMTKOSTEN: € 560.- (EZ-ZUSCHLAG € 40)

 

 

 

Bitte beachten: Für Mitglieder des Kulturverein Grein ermäßigt sich der Reisepreis um € 20.-

 

 

 

LEISTUNGEN:     Busfahrt mit Fa. Sigl-Reisen/Franz Rumetshofer

 

                                        4x Ü/F im ****Hotel Nabokov in Marienbad

 

                                        3x Abendessen im Hotel

 

                                        2   Kuranwendungen im Hotel

 

                                        Sämtliche Eintritte und Gästeführungen

 

                                        Örtliche Reisebegleitung bei Tagesfahrten laut Programm

 

                                        Schifffahrt Donaudurchbruch Kelheim

 

 

 

HOTEL:                     Grandhotel NABOKOV ****

 

                                        Ibsenova

 

                                        353 01  Marianske Lazne

 

                                         www.hotelnabokov.com

 

 

 

ANMELDUNGEN werden gerne entgegen genommen:

 

 

 

SIGL-Reisen/Franz Rumetshofer, A-4362 Bad Kreuzen 86

Tel.: 07268/21237, E-Mail: office@sigl-reisen.at

 

 

 

Mit Übermittlung der Buchungsbestätigung ersuchen wir um eine Anzahlung von € 200.-

 

Den Restbetrag. bitte bis einen Monat vor Reisebeginn begleichen. Danke.

 

 

 

Bankverbindung: Raiffeisenbank Grein, IBAN: AT78 3406 8001 0004 3257

 

 

 

 

 

Wir hoffen, mit dieser Reise wiederum Ihr/dein Interesse zu wecken, freuen uns auf eine Teilnahme und verbleiben mit freundlichen Grüßen

 

 

 

       Walter Edtbauer                                                             Karl Brandstetter

 

www.kulturvereingrein.at                                                      0680/5574054

 

          (Obmann)                                                                          (Reiseleiter)