Stadttheater

Stadttheater Grein (1791)

 

"Die Perle des Strudengaus“ wird das alte Donaustädtchen Grein von den Dichtern genannt. Seit 1491 besitzen die Bürger von Grein die Stadtrechte. Im Mittelalter als das „goldene Städtchen“ weithin bekannt, bezaubert Grein heute mit seinem nostalgischen Charme. Eine der herausragendsten Sehenswürdigkeiten von europäischer Bedeutung ist das alte Stadttheater. Im Jahre 1563 wurde von den Greiner Bürgern ein Rathaus mit angeschlossenem Getreidespeicher errichtet. Max Canaval, ein Mitglied der bekannten oberitalienischen Baumeisterfamilie Canaval sowie der „welsche“ Maurer Jakob Kurz waren hier beschäftigt. 1791 wurde von den theaterbegeisterten Greiner Bürgern im ehemaligen Getreidespeicher („Troadkast´n“) des Rathauses ein Theater eingerichtet und wird seit damals regelmäßig bespielt. Heute gilt das aus so früher Zeit erhaltene Stadttheater als Juwel, das von vielen Besuchern aus nah und fern besichtigt und bestaunt wird.

 

Viele Kuriositäten aus vergangener Zeit sind hier zu sehen. Original erhaltene Sperrsitze, die man mit einem kleinen Schlüssel auf- und zusperren konnte; ein Klosett, nur durch einen Vorhang vom Zuschauerraum getrennt; ein Gefängnis, aus dem die Gefangenen bei den Vorstellungen zusehen konnten und von den Theaterbesuchern mit Speisen, Getränken und Tabak beschenkt wurden, um eine ungestörte Aufführung genießen zu können; die Napoleonloge und vieles mehr