ABLAUFPLANUNG DER KULTURREISE 2026
Tag 1:   Abfahrt 7 Uhr, Neckarsteinachplatz; Zustiege möglich
             Anreise über Regensburg (Dom, Steinerne Brücke, ) nach Coburg
                       
Tag 2:   Vormittag: Stadtführung Coburg, Schloss Ehrenburg
              Nachmittag: Veste Coburg

Tag 3:   Vormittag zur freien Verfügung
              Nachmittag: Schloss Callenberg

Tag 4:   Vormittag: Stadtführung Bamberg
              Nachmittag: Schifffahrt auf der Regnitz

Tag 5:   Vormittag: Stadtführung Bayreuth
                               Markgräfliches Opernhaus
              Nachmittag: Festspielhaus
              Abendessen in Oberstauf nahe Regensburg
              Rückkunft Grein ca. 23 Uhr

Aus Kostengründen bieten die Hotels im Zentrum von Coburg für ihre Gäste nur mehr Nächtigung und Frühstück an. Das Abendessen muss in Restaurants und Gasthäusern in der Stadt eingenommen werden. Das Hotel DORMERO liegt an der Stadtmauer, der Marktplatz mir guten Lokalitäten ist in wenigen Gehminuten erreichbar.

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Jedenfalls freut es das „Haus Sachsen-Coburg und Gotha“, dass viele Greiner Interesse an seinem Stammsitz in Oberfranken haben. Seit 1823 ist die Greinburg im Besitz des ehemaligen Herzogtums. Eine 200-Jahr-Feier fand deshalb vor drei Jahren auf Schloss Greinburg statt.

Herr Thomas Lessig hat viele Jahre Prinz Andreas begleitet und in seinen letzten Lebensjahren betreut. Er wird die Greiner Gruppen in Coburg führen und uns die Geschichte eines bedeutenden europäischen Herzogtums näher bringen.
Vielen Dank.


Franken
Die Region FRANKEN liegt vorwiegend im Norden des Freistaates Bayern.
OBERFRANKEN bietet eine bunte Mischung aus Kultur und Natur: Die Besucher beeindruckt das Weltkulturerbe Bamberg und seine  mittelalterliche Ausstrahlung, die mächtige Veste Coburg und Bayreuth mit seinem musikalischen Schwerpunkt, aber auch die Bierstädte Kronach und Kulmbach. Dazu kommen das über 1000m hohe Fichtelgebirge für Winterfreuden und die Fränkische Schweiz als Naturparadies mit vielen Burgen.
Die Landwirtschaft ist klein strukturiert, Wein wird auf 6000 Hektar angebaut. Franken ist aber eine hochentwickelte Industrieregion mit Produktionszentren im Raum Nürnberg/Fürth und Erlangen. Arbeitgeber sind z.B. Schaeffler, ZF Sachs, Adidas, Siemens, HUK Coburg.
Heute besteht Franken aus den drei Regierungsbezirken Oberfranken (Bayreuth), Unterfranken (Würzburg), Mittelfranken (Ansbach) und nimmt in Fläche und Bevölkerung etwa ein Drittel Bayerns ein.
Franken und Bayern – ein oft schwieriges Miteinander. Als Dankeschön für seine Unterstützung hat Napoleon 1806 das Frankenland den Bayern zugesprochen – eine Schmach, die viele Franken bis heute wurmt. Trotz der Einbindung in den Freistaat Bayern pflegen die Franken eine starke, eigenständige Identität, Kultur, Tradition und  Geschichte. Ein Volksbegehren zur Schaffung eines Bundeslandes Franken wurde vom deutschen Innenministerium und Verfassungsgericht erst 1997 abgelehnt. Der Freistaat Bayern begeht nun seit 2006 am 2. Juli den „Tag der Franken“.
Hauptaufgabe der  „Bayrischen Schlösserverwaltung“ ist die  Erhaltung der  Residenzen, Burgen und Festungen, sowie die  Restaurierung und Konservierung der darin befindlichen unersetzlichen Kunstschätze.

TRAUMPAAR DES 19. JAHRHUNDERTS
Ihre Ehe galt als glücklich – es war eine Liebesheirat, die an europäischen Fürstenhöfen eher selten vorkam. Die britische Königin Victoria und Prinz Albert, gleichzeitig Cousin und Cousine, heirateten am 10. Februar 1840. Die Verbindung war eine engagierte Kuppelei, welche ihr gemeinsamer Onkel König Leopold von Belgien eingefädelt hatte.

Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, der zweite Sohn von Herzog Ernst I., wurde 1819 auf Schloss Rosenau bei Coburg geboren. Bei seinem zweiten Londonbesuch 1839 konnte er die temperamentvolle, lebenslustige und in Männerfragen eher wählerische Victoria von sich überzeugen. Kurz darauf erfolgte ihr Heiratsantrag, den er gerne annahm. Albert war hochgebildet, wissensdurstig, sportlich und ein gutaussehender Typ. In ihren Tagebüchern beschrieb ihn Victoria als „beautiful“. Die Liebe hatte sich durchgesetzt, denn  der kleine Prinz aus Coburg galt der Königin als nicht ebenbürtig.

Mit dieser Verbindung entwickelte sich Prinz Albert zu einem der bedeutendsten Männer des 19. Jahrhunderts. Er stand für den deutsch-britischen Kulturaustausch, eine nach Frieden strebende Politik und wurde zum wichtigsten Berater der Königin. Ein  Premierminister der viktorianischen Ära beschrieb Alberts Charakter so: „Dieser deutsche Prinz hat England mit einer Weisheit und Energie geführt, die keiner unserer Könige je an den Tag gelegt hat.“

Das Paar hatte neun Kinder. Die ersten fünf Kinder wurden innerhalb von sechs Jahren geboren. Während Victoria nur wenig Zeit für ihre Kleinkinder hatte, war der Prinz ein fürsorglicher, liebender Vater.
„Er würde ein treffliches Kindermädchen abgeben“, meinte Victoria. Später verstand sie es natürlich, Kinder und Enkelkinder vorteilhaft zu verheiraten.     
Mit der Vermählung war der rasante Aufstieg der Herzogsfamilie Sachsen-Coburg und Gotha zu einer Adelsdynastie von globaler Dimension vollzogen.

Mit nur 42 Jahren stirbt Albert 1861. Die  offizielle Todesursache: Typhus. Victoria lässt für ihren verstorbenen Mann und für sich ein eigenes Mausoleum bei Schloss Windsor errichten. Viele Gebäude, Straßen und Plätze sind nach ihm benannt. 



Coburg
COBURG bezaubert mit einer außergewöhnlichen Mischung aus malerischen Plätzen, Kunst, Kultur und Lebenslust. Mit mehr als 1000 Veranstaltungen jährlich (z.B. SAMBA Festival) ist immer etwas los. Zentrum der Stadt  ist der große autofreie Marktplatz mit der Statue von Prinz Albert, dem Ehemann von Queen Victoria.
Coburg ist eines der wirtschaftlichen Zentren Oberbayerns. Die HUK-Coburg (Versicherungen und Finanzdienstleistungen) beschäftigt über 10 000 Mitarbeiter, auch das produzierende Gewerbe ermöglicht viele Arbeitsplätze (BROSE Automobilzulieferer, KAESER Kompressoren, KAPP Werkzeug- und Maschinenbau).
Beim abendlichen Spaziergang ergibt sich die Möglichkeit, die Innenstadt zu erkunden und auf Marktplatz, Albertplatz, Schlossplatz oder Theaterplatz zu verweilen. Fränkisches Bier und  Fränkische Küche im zünftigen Biergarten oder im stilvollen Restaurant – für jeden Geschmack ist etwas Passendes dabei.
Nicht vergessen:„Die Bratwurst gehört zu den Coburgern wie der Knopf zur Hose“. Die Coburger-Bratwurst misst exakt 32cm und wird auf Kiefernzapfen gegrillt.

VESTE COBURG
Die Veste Coburg ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Burgen in Deutschland.  Weil sie auf einem Dolomitfelsen hoch über der Stadt thront, wird sie als „Fränkische Krone“ bezeichnet. 1530 wohnte Martin Luther sechs Monate auf der Veste und arbeitete an seiner Bibelübersetzung ins Deutsche. Der Herzog gewährte ihm damals Schutz vor Verfolgung, denn der Kaiser hatte Luther auf Grund seiner reformatorischen Schriften und Aussagen als Ketzer verurteilt.

Der einstige Stammsitz der Herzöge von Sachsen Coburg beherbergt heute international bedeutende Kunstsammlungen, vieles aus dem Besitz der ehemaligen Adelsfamilie. Prinz Josias hatte bis zu seinem Ableben 1998 ein Wohnrecht auf der Veste.

SCHLOSS EHRENBURG wurde im 16. Jahrhundert als repräsentative Stadtresidenz von den Coburger Herzögen errichtet und die Hofhaltung von der Veste in die Stadt verlegt. Da die Schlossanlage ohne Frondienste errichtet wurde, verlieh ihr der Kaiser den Titel „Ehrenburg“. Nach einer Brandkatastrophe wurde sie 1690 zu einer barocken Residenzanlage ausgebaut. Zuletzt ließ Herzog Ernst I. (1784-1844) die Ehrenburg umgestalten. Die Dreiflügelanlage erhielt eine neugotische Fassade und die Appartements, der Thronsaal und der Festsaal wurden im Empire-Stil prunkvoll ausgestaltet.

SCHLOSS CALLENBERG
liegt auf einer bewaldeten Anhöhe, 6 km von Coburg entfernt. Es diente viele Jahrhunderte lang den Herzögen als Sommerresidenz und Jagdschloss. Herzog  Carl Eduard musste 1945 weichen, die Amerikaner beschlagnahmten das Schloss. Nach verschiedenen Einmietungen (Altenheim, Frauenfachschule) verkaufte die Familie 1972 Callenberg. 1982 gelang es Prinz Andreas mit Geld aus  der „Herzoglichen Familienstiftung“ das Schloss wiederum in den Familienbesitz zu bekommen. 15 Jahre wurde dann aufwändig saniert und restauriert.
Seit 1997 sind Besucher auf Schloss Callenberg willkommen.In mehreren Räumen wird der hauseigene Kunstbesitz gezeigt, darunter viele Porträts der Coburger  Herzogsfamilie. Sie zeigen uns die Geschichte eines bedeutenden europäischen Herrscherhauses.

BASILIKA VIERZEHNHEILIGEN

Die Wallfahrtskirche ist  ein Höhepunkt des deutschen Sakralbaus. Hinter der gewaltigen Fassade verbirgt sich ein Innenraum mit spätbarocker Fülle. Der Gnadenaltar markiert der Legende nach die Stelle, an der einst die vierzehn Nothelfer einem Schäfer dreimal erschienen sind. Eine halbe Million Wallfahrer besucht die Basilika jährlich.

Ein nettes Mitbringsel für Daheimgebliebene ist vielleicht ein  lokales Bockbier namens „14-Heiligen Nothelfer Silberbock“.
BAMBERG
„Bamberg ist ein herausragendes und repräsentatives Beispiel für eine frühmittelalterliche Stadt in Mitteleuropa. Seine weltlichen und kirchlichen Gebäude sind bestens erhalten.“ So wurde 1993 die Aufnahme in die UNESCO–Welterbeliste begründet. Das historische Altstadtensemble mit Dom, Kirchen, Klöstern, Brücken, engen Gassen und Plätzen, mit Fachwerkbauten und Barockfassaden hat bis heute den Zauber der Vergangenheit bewahrt.
Eine 80minütige Schifffahrt auf der Regnitz  soll dann zuletzt ein entspannter Ausklang des Bamberg-Tages sein. Vorbei an „Klein-Venedig“ bis zum Rhein-Main-Donau Hafen kann man Bamberg und seine Umgebung nun vom Wasser aus erleben. 

BAYREUTH
Bayreuth ist Sitz der Regierung von Oberfranken und weltberühmt als Festspielstadt. Die Hauptstadt Oberfrankens wurde maßgeblich durch Markgräfin Wilhelmine (ihr Bruder war Preußenkönig Friedrich der Große) geprägt. Sie liebte Kunst und Kultur und wirkte in Bayreuth als Bühnenautorin, Komponistin, Sängerin und Schauspielerin. Es fehlte die passende Spielstätte. Als künstlerische Krönung entstand deshalb von 1744 - 1748  das MARKGRÄFLICHE OPERNHAUS.
Es ist bis heute das besterhaltene Barocktheater Europas und eines der schönsten Opernhäuser der Welt. 2012 wurde es von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes eingetragen.
Die Wagner-Fangemeinde und viel Prominenz treffen sich jährlich bei 30 Vorstellungen im Richard-Wagner-FESTSPIELHAUS. Es wurde von 1872 -1875 auf dem „Grünen Hügel“ errichtet, nachdem der Bau in München nicht genehmigt wurde. Zur Aufführung kommen ausschließlich Opern und Musikdramen von Richard Wagner.

Am Nachmittag startet dann die 430 Kilometer lange Rückreise nach Grein.  Es wird aber keine lange Non-Stop-Fahrt sein. In Donaustauf nahe Regensburg wird ein Halt eingelegt.  Das Abendessen wird im „Historischen Armen Spital“ eingenommen, einem 1826 von Fürst Karl Alexander von Thurn und Taxis errichteten Gebäude. Die historischen Räume sind vor zwanzig Jahren stilvoll renoviert und zu einem Gasthaus mit bayrischer Küche und  Gemütlichkeit umgestaltet worden.

Nach dieser spätabendlichen Stärkung starten wir durch und werden gegen 23 Uhr in Grein eintreffen.

GESAMTKOSTEN. € 620.- im DZ und € 700.-  im EZ
Bitte beachten:  Mitglieder des Kulturverein Grein € 600.- im DZ und € 680.- im EZ

LEISTUNGEN:           Busfahrt mit FA. Sigl Reisen/Franz Rumetshofer
                                     4x Ü/F im **** Hotel „Dormero“ in Coburg
                                     Stadtführung in Coburg, Bamberg, Bayreuth
                                     Eintritt und Führung Veste Coburg
                                                                       Schloss Callenberg
                                                                       Festspielhaus Bayreuth
                                                                       Markgräfliches Opernhaus Bayreuth                                                                     
                                     Schifffahrt auf der Regnitz

HOTEL:                       DORMERO Hotel Coburg
                                     Am Viktoriabrunnen 2
                                     96450 Coburg

                                     Das Hotel liegt im Stadtzentrum
                                     Storno bis einen Monat vor Reiseantritt möglich

ANMELDUNGEN:     werden gerne entgegengenommen unter
                                     [email protected]
                                     oder
                                     Karl Brandstetter
                                     0680/5574054
                                     [email protected]


Mit der Anmeldung zur Kulturreise 2026 wird um eine Anzahlung von € 150.- pro Person gebeten. Den Restbetrag bitte bis einen Monat vor Reisebeginn begleichen. Danke. 

Bankverbindung: Raiffeisenbank Grein, IBAN: AT78 3406 8001 0004 3257 

Wir hoffen, mit dieser Reise wiederum Ihr/dein Interesse zu wecken, freuen uns auf eine Teilnahme und verbleiben mit freundlichen Grüßen

                            Walter Edtbauer                        Karl Brandstetter
                                  (Obmann)                                (Reiseleiter)